Grundwissen Grammatik

Kleine deutsche Schulgrammatik zum Nachschlagen und Lernen

Erklärung einzelner Fachbegriffe

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A

Adjektiv: Adjektive sind Eigenschaftswörter.

Adjunktor: Adjunktion: Bindewörter wie "wie" und "als", die als Satzteilkonjunktionen verwendet werden

Adverb: Adverbien sind Umstandswörter.

Adverbiale: Das Adverbiale ist eine Umstandsergänzung oder Umstandsangabe.

Akkusativ: 4. Fall

Akkusativobjekt: Satzergänzung im 4. Fall

Aktiv: Die Tätigkeitsform bei Verben - Gegenteil von Passiv

Analog: Hier: entsprechend, sinngemäßes Übertragen, vergleichbar

Artikel: Begleiter eines Hauptwortes

Attribut: Ein Attribut ist eine Beifügung zum Zweck der näheren Bestimmung, z.B. Eigenschaftswort vor Namenwort: ein schönes Haus.

D

Dativ: 3. Fall

Dativobjekt: Satzergänzung im 3. Fall

Deklination: Deklination / Deklinieren bedeutet die Beugung in verschiedene Fälle

Demonstrativpronomen: Hinweisendes Fürwort

F

Fakultativ: Möglich, aber nicht notwendig.

Finale Konjunktion: Ziel- oder zweckgerichtetes Bindewort

Finit - Infinit: Finite Verbformen: bestimmte Zeitwortformen, Personalformen; infinite Verbformen: die unbestimmten Formen eines Zeitworts wie der Infinitiv (die Grundform) und die Partizipien.

Finite Verbformen: bestimmte Zeitwortformen, Personalformen;

Infinite Verbformen: die unbestimmten Zeitwortformen wie der Infinitiv (die Grundform) und die Partizipien.

Finitum: Finites Verb, finiter Teil des zusammengesetzten Prädikats, Kern der Satzaussage

Flexion / Flektieren: Flektieren heißt Beugen: Flexion ist der Oberbegriff zu Deklination und Konjugation.

Frage- und Relativadverb: Umstandswort der Frage und des Bezuges, z. B. wohin, wo, weshalb, warum.

Funktion: Aufgabe

Futur: Zukunftsform des Verbs: Ich werde schwimmen.

Fragepronomen: Fragefürwort

G


Genitiv: 2. Fall

Genitivobjekt: Satzergänzung im 2. Fall

Genus: Grammatisches Geschlecht, welches nicht immer mit dem natürlichen Geschlecht übereinstimmt: Das Mädchen

Gliedsatz: Nebensatz in der Funktion eines Satzgliedes

H

Hypotaxe: Unterordnung.

Hypotaktisch: Unterordnende Satzverknüpfung.

I

Imperfekt: 1. Vergangenheit; Präteritum

Infinite Verbformen: die unbestimmten Zeitwortformen wie der Infinitiv (die Grundform) und die Partizipien.

Infinitiv: Grundform des Verbs, des Zeitwortes

Infinitivkonjunktion: Bindewort im Zusammenhang mit der Grundform

Indefinitpronomen: Unbestimmtes Fürwort

Intransitiv: Verben, die kein Akkusativobjekt nach sich ziehen - meist nicht passivfähig

Irrealis: Er wird ausgedrückt durch den Konjunktiv II : Hättest du nur gewartet, hätten wir gemeinsam zum Essen gehen können. [Der Inhalt beider Aussagen ist irreal, also unwirklich] - In der indirekten Rede bleibt dieser Konjunktiv erhalten.

K

Kasus: Fall, in dem ein deklinierbares Wort stehen kann. 

Kasusselektion: Fallbestimmung eines Hauptwortes durch ein anderes Wort

Kausal: Begründend

Kausaladverb: Begründendes Umstandswort

Kausaladverbiale: Begründende Umstandsangabe

Kausale Konjunktion: Begründendes Bindewort

Kein Satzglied: Wörter, die weder Satzglied noch Attribut (Beifügung) sind, z. B. Konjunktionen (Bindewörter) und Präpositionen (Verhältniswörter).

Konditionale Konjunktion: Bindewort, welches Bedingungen angibt

Kongruieren, Kongruenz: Übereinstimmung in Genus (grammatisches Geschlecht) und / oder Kasus (Fall) und / oder Numerus (Anzahl) zwischen Wörtern, z. B. zwischen Satzgegenstand und Zeitwort: "Udo / Er schläft." - beide Begriffe stehen in der Einzahl und sind männlich; oder Übereinstimmung zwischen Eigenschaftswort, Artikel und Hauptwort: "Des schönen Mädchens ..." - alle drei Wörter stehen im Genitiv (Wes-Fall), in der Einzahl und im Neutrum.

Konjugieren: Beugen eines Zeitwortes

Konjunktion: Bindewort

Beiordnende Konjunktion: Beiordnendes Bindewort, wie z. B. und / oder / aber

Modale Konjunktion: Bindewort, welches die Art und Weise beschreibt.

Konjunktion 'ohne Bedeutung': Bindewort, welches keine angebbare Bedeutung hat, z. B. dass.

Satzteilkonjunktion, Adjunktor: Bindewort, welches nur einzelne Satzteile verbindet.

Temporale Konjunktion: Bindewort, welches zeitliche Bezüge herstellt.

Konsekutive Konjunktion: Bindewort, welches Folgen andeutet.

Konzessive Konjunktion: Bindewort, welches Einräumungen anzeigt.

Konjunktionalsatz: Nebensatz, der durch ein (unterordnendes) Bindewort (Subjunktion) eingeleitet wird.

Kontext: Zusammenhang, hier: Satzzusammenhang, im einem vorliegenden Satz.

Kontroverse: Streit, gegensätzliche Meinungen, Streitgespräch

Kopula: Verbindendes Zeitwort: "sein", "werden" und "bleiben", z. B. bei "Die Katze ist weiß".

Korrelat: Als Korrelat bezeichnet man ein Platzhalter-Element, vor allem ein Pronomen (Fürwort), das in einem Satz den angehängten Nebensatz vertritt, z. B. Es.

L

Lokal: Örtlich

Lokaladverb: Umstandswort des Ortes

Lokaladverbiale: Umstandsangabe des Ortes

M

Modal: Die Art und Weise, das Wie betreffend

Modaladverb: Umstandswort der Art und Weise

Modaladverbiale: Umstandsangabe der Art und Weise

Modalverben: Gruppe von Verben, die die Aussage eines Satzes modifizieren.

N

Negation: Verneinung

Nominativ: 1. Fall

Nomen: Hauptwort, auch Substantiv

Nominalisierung: Ein Wort zum Substantiv / Nomen machen, z. B. indem man einen Begleiter davor stellt: Das Schwimmen, das Erleben, das große Aber.

Das Numerale: Das Zahlwort

Numerus: Die Anzahl: Oberbegriff für Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl).

O

Objekt: Ergänzung im Satz

Obligatorisch: Notwendig, z.B. nicht weglassbare Ergänzung

P

Parataxe: Parataxe / parataktisch: Gleichordnung / gleichordnend

Partikel: Manchmal: Oberbegriff für Adverb, Konjunktion und Präpositionen. Häufig: Nichtflektierbare "kleine" Wörter, die nicht Adverbien, Konjunktionen und Präpositionen sind und keine Satzgliedfunktion haben → Zweifelsfälle, z. B. bei "nicht"

Partikelverben: Verben, die eine abtrennbare Verbpartikel vorangestellt haben: aufstehen → ich stehe auf, siehe auch "Verbzusatz" bzw. Verbpräfixe.

Partizip: Unbestimmte Verbform; das Partizip II wird für die Zeitenbildung gebraucht. Hier oft unter dem Begriff Verbaladjektiv gebraucht.

Passiv: Die "Leideform" bei Verben - besser: Was mit dem Subjekt geschieht: Ich werde geschimpft.↔ Ich werde gelobt. Unterschiede: Vorgangspassiv (Ich wurde verletzt) ↔ Zustandspassiv (Ich bin verletzt).

Personalpronomen: Persönliches Fürwort

Perfekt: 2. Vergangenheit

Plural: Mehrzahl

Plusquamperfekt: 3. Vergangenheit

Possessivpronomen: Besitzanzeigendes Fürwort

Potentialis: Er wird ausgedrückt durch den Konjunktiv II : Das Problem könnte bereits gelöst sein. [Möglicherweise ist das Problem schon gelöst] Wenn du rechtzeitig kämest, wartete er auf dich warten. [Es besteht die Möglichkeit, dass er auf dich wartet, du musst nur rechtzeitig erscheinen] - In der indirekten Rede bleibt dieser Konjunktiv erhalten.

Prädikat: Satzaussage

Prädikativ: Auch Prädikatsnomen: Satzglied mit der Aufgabe, dem Subjekt (Satzgegenstand) oder einem Objekt (Satzergänzung) eine Eigenschaft zuzuweisen.

Präfix: Einem Wort vorangestellter Teil, der den Sinn des Wortes verändert: Stand → Aufstand, Verstand; stehen → aufstehen, auferstehen, verstehen.

Präfixverben: Verben mit einer untrennbaren Vorsilbe: er-röten; ver-zweifeln.

Präteritum: 1. Vergangenheit, Imperfekt

Unbestimmter Prädikatsteil: Unbestimmter Teil der Satzaussage bei mehrteiligen Satzaussagen

Präposition: Verhältniswort

Präpositionaler Ausdruck: Ausdruck, der Präposition enthält: "mit dem Hammer, auf den Freund, auf dem Bahnhof"

Präpositionalobjekt: Satzergänzung mit Präposition

Präsens: Gegenwart

Pronomen, allgemein: Fürwort

Pronominaladverb: Umstandswort, welches sich aus Adverb und Präposition zusammensetzt.

R

Reflexiv: Rückbezüglich

Reflexivpronomen: Rückbezügliches Fürwort

Rektion: Fallbestimmung: Zuweisung eines Falles an ein anderes Wort im Satz durch ein Verb, eine Präposition oder ein Adjektiv, ggf. auch durch ein Substantiv. Ein Wort "regiert" ein anderes Wort.

Relativpronomen: Bezügliches Fürwort

Relativsatz: Nebensatz, der mit Relativpronomen oder Relativadverb eingeleitet wird.

Repräsentieren: Hier: vertreten, darstellen, auftreten als

S

Satzfrage: Frage, die nur durch die Spitzenstellung des Zeitwortes erzeugt wird und die mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Auch Entscheidnungsfrage genannt.

Satzglieder: Im Satz relativ frei verschiebbare Einheiten

Singular: Einzahl

Stammvokal: Hauptvokal, Hauptselbstlaut eines Verbs

Steigerung: Steigerung zu der Eigenschaftswörter und Umstandswörter fähig sind.

Subjekt: Satzgegenstand

Substantiv: Hauptwort; Namenwort; Nomen

Substantivierung: Wort aus einer anderen Wortart wird zum Hauptwort gemacht.

Subjunktion: Unterordnende Konjunktion (Bindewort), wie z. B. weil, obwohl.

Syntax / syntaktisch: Die Lehre vom Satz, den Satzbau betreffend

T

Temporal: Zeitlich

Temporaladverb: Umstandswort der Zeit

Temporaladverbiale: Umstandsangabe der Zeit

Transitiv: Verben, die ein Akkusativobjekt nach sich ziehen - im Passiv wird das Akkusativobjekt zum Subjekt

V

Verb: Zeitwort; Tunwort

Verbaladjektiv: Eigenschaftswort, welches von einem Verb abstammt.

Verbpräfixe: Alle Vorsilben eines Verbs bzw. im engeren Sinne die untrennbaren Verbvorsilben, wie z. B. er- , ver- und zer- usw.

Verbpartikeln: Trennbare Verbzusätze, wie z. B. vor-nehmen, voraus-denken, leid-tun → ich nehme mir vor, du denkst voraus, sie tut mir leid usw., die im Infinitiv und beim Partizip II zusammengeschrieben werden.

Verbzusatz: unbestimmter Prädikatsteil, bestehend aus Verbpartikeln.

W

Wortfrage: Frage, die durch ein Fragewort, z. B. Wo, wer, warum, eingeleitet wird und auf die man nicht mit Ja oder Nein antworten kann. Auch Ergänzungsfrage genannt.

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