Grundwissen Grammatik
Es gibt zwei Arten von Artikeln, den bestimmten Artikel und den unbestimmten, letzteren nur im Singular.
Syntaktisch ist der Artikel nie Satzglied, gilt aber in manchen Grammatiken als Attribut. In neueren Grammatiken gehört der Artikel zu den "Artikelwörtern", die dann auch viele Pronomen umfassen, wenn sie nicht als Satzglied verwendet werden.
Hintergrund: Historisch ist der bestimmte Artikel nichts anderes als das attributiv - begleitend -
gebrauchte Demonstrativpronomen "der", "die", "das".
Der unbestimmte Artikel leitet sich vom Zahladjektiv "ein" ab.
Der Artikel muss beim Verschieben eines Satzglieds immer zusammen mit seinem Bezugswort, einem Substantiv, verschoben werden. Allein kann er nicht stehen.
Der Artikel konkurriert mit einigen Pronomen, die statt eines Artikels, nicht aber zusammen mit dem Artikel stehen können: Entweder: das Haus oder dieses Haus, niemals aber: *Das dieses Haus.
In neueren Grammatiken gilt der Artikel nicht (mehr) als Attribut, sondern neben anderen Pronomen als "Begleiter" - fachsprachlich: "Determinierer". Damit wird "Begleiter" von der ursprünglichen Wortartbezeichnung zu einem Funktionsbegriff, der vergleichbar ist mit dem Begriff des Attributs - als "Untersatzglied".Artikel sind flektierbar und deklinierbar.
Artikel werden zur Verdeutlichung von Genus, Numerus und Kasus einer Person
oder einer Sache, also eines Substantivs benutzt.
Dabei entsprechen der Numerus
und der Kasus des Artikels dem des folgenden Substantives, das Substantiv bestimmt auch das Genus (grammatisches Geschlecht) des Artikels.
Der Artikel steht vor allen (anderen) Attributen eines Substantivs und bestimmt die gemischte (bei unbestimmtem Artikel) oder schwache Deklination (bei bestimmtem Artikel) eines folgenden Adjektives.
Zwischen Artikel und Bezugswort können andere Wörter treten:
Der von
allen guten Geistern verlassene Fahrradfahrer.
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Deutsche Bezeichnung für Artikel: Begleiter