Grundwissen Grammatik

Kleine deutsche Schulgrammatik zum Nachschlagen und Lernen

Kein Satzglied

Normalerweise ist »kein Satzglied« natürlich kein Satzglied.
Beim Untersuchen normalsprachlicher Sätze jedoch ist es notwendig, auch Nicht-Satzglieder als solche zu kennzeichnen.

Wortarten, die weder Satzglied noch Attribut sind:
1) Dazu gehören alle Konjunktionen, z. B. und, indem, obwohl, weil usw., und die Interjektionen.

Weder beiordnende bzw. Hauptsatz- noch Nebensatzkonjunktionen sind Satzglieder.

Aber Nebensätze stehen meist selbst in der Funktion eines Satzglieds oder eines Attributs.
»Und« u. Ä. gilt aber oft nur zwischen (Teil-)Sätzen als »kein Satzglied«, nicht jedoch bei Aufzählungen!
Beispiel:
»Franz, Peter und Anna ...« = Subjekt oder Objekt, folglich ist der ganze Ausdruck ein Satzglied!
»Die Ampel sprang auf Grün und ich überquerte die Straße.« = Kein Satzglied!

2) Ähnlich verhalten sich Präpositionen, die innerhalb von Satzgliedern oder als Teile eines Attributs auftreten und deshalb ebenfalls bei einer Satzgliedbestimmung nicht gekennzeichnet werden müssen. → Präpositionale Ausdrücke
Auf den Bergen | schien | die Sonne,| im Tal | war | es | bewölkt.

3) Zur Kategorie »kein Satzglied« zählen auch die Partikeln - sie werden aber in der Regel als nähere Bestimmung zu ihrem Bezugswort gebraucht und sind meist Teile eines Satzgliedes und müssen deshalb nicht eigens gekennzeichnet werden.
Das | hast | du | aber gut | gemacht. → Aber gut | hast | du | das | gemacht.


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